Tuesday, October 7, 2008

California

Hallo Leute,


viele Grüße aus dem Sunshine State. Bei uns scheint immer noch die Sonne und es ist 25° warm. Es reicht, um noch in den Pool zu springen.

Aber nun erstmal zur Wohnung. Ich habe ein kleines, aber dafür feines Zimmer. Das nötigste ist drin und einen größeren Schreibtisch bekomme ich auch noch. Die Sicht aus dem Fenster ist auch nicht schlecht. Meine Mitbewohner sind sehr nette Leute wie die meisten Menschen hier in California.Sie sind der Gesellschaft gegenüber nicht so verschlossen wie in Deutschland.


























In unserem gemütlichen Wohnzimmer haben wir ein schönes Heimkino in dem wir ab und zu mal eine Filmnacht veranstalten und Nachbarn und Freunde einladen.



























Den Pool in unserem Garten habe ich schon diverse Male genossen, genau wie den Beachvolleyballplatz. Da das Wetter immer noch so großartig ist geht das glücklicherweise sogar im Oktober noch.


Die Orientation-Week habe ich gut überstanden, es wurde viel gefeiert und getrunken. Vor einer Woche haben dann meine Vorlesungen begonnen. Der Altersdurchschnitt der Studenten liegt bei 21 Jahren, ganz anders als bei uns. Ich muss mich wieder daran gewöhnen, Hausaufgaben zu machen und nicht alles auf die Klausurphase zu verschieben. Der Campus hier ist sehr cool. Es ist einfach eine riesige Grünfläche mit Wiesen und Wäldern und einigen Gebäuden. Ab und zu sieht man ein Auto von der Hausmeisterei oder der Polizei, aber sonst sieht man nur tausende Studenten mit ihren Bikes über den Campus flitzen.


In den letzten Wochen habe ich sehr viel Party gemacht, viele nette neue Leute kennengelernt, doch der Höhepunkt war am Wochenende das Lovefest. Wir waren am Samstag in San Francisco, eine der geilsten Städte überhaupt. Das LoveFest ist eine Parade, ähnlich wie die Loveparade in Deutschland. Erst fuhren sogenannte Floats(Trailer mit riesigen Boxen auf den Anhängern) durch die Stadt und positionierten sich dann auf dem Civic Plaza, einem größeren Platz in Downtown. Es rannten unzählige bekloppte Leute, von komplett verkleidet bis total entblößt herum. Es war einfach nur crazy. Es war auch der erste Tag an dem wir öffentlich Alkohol trinken durften ohne Angst zu haben verhaftet zu werden. Die Polizeipräsenz ist sonst auf der Straße bestimmt drei bis viermal so hoch wie in Deutschland. Es roch auch an jeder Ecke nach Weed. Das störte auch keinen. Die Stimmung war auf dem Höhepunkt als gegen 7pm Armin van Buuren an die Turntables trat. Bilder folgen, sobald ich sie bekommen habe.


Michael und ich wollen uns ein Auto kaufen, nur leider stellt sich dies als äußerst schwer heraus. Unser Budget ist zu klein, oder unsere Ansprüche zu hoch, wahrscheinlich letzteres. Für das nächste Wochenende ist ein Trip zum Lake Tahoe geplant. Die Landschaft dort ist atemberaubend. Ich werde euch darüber berichten.


Viele Grüße an alle,


Martin

Thursday, October 2, 2008

Erste Grüße vom Genfer See

endlich hab ich's auch mal geschafft. das ding mit dem internet ist hier ziemlich doof. aber das ist auch so das einzige, was mich zZ nervt. lausanne ist super!

ich hab mächtig glück mit meiner wg, wir sind zu fünft, eine brasilianerin, zwei schweizer und zwei deutsche. die leute sind super und das beste ist die nähe zum see. wir brauchen keine 5min zum strand, was vor allem in den ersten wochen bei temperaturen um die 30°C das leben sehr angenehm gestalltet hat!
das bild hier links ist entstanden in unserer küche, als wir mit den leuten aus meinem französischintensivkurs das kursende gefeiert haben. was haben wir gegessen? käsefondue natürlich!!

leutekennenlerntechnisch läuft es auch klasse: im französischkurs die internationalen masterstudenten/doktoranden und die deutsch-schweizer, die hier ihr studium beginnen; auf diversen erasmusparties und in den vorlesungen... die leute hier sind ziemlich kontakfreudig.

die vorlesungen haben vor drei wochen angefangen. ich überarbeite mich hier nicht mit meinen 17 credits, allerdings ist das lehrsystem hier auch ziemlich anders und die gewöhnungsphase dauert noch an: hausaufgaben, abfragen, etc sind an der tagesordnung. was total gut ist: der prof sucht selbst den persönlichen kontakt mit seinen studenten. in den masterkursen ist die anzahl auch überschaubar, 15 bis 30 leute. die bachelorkurse sind im maschinenbau leider massenveranstaltungen.

was geht sonst noch so hier? ganz klar: die berge! die haben definitv mein herz erobert! ich hab hier so einige wandervögel gefunden, mit denen ich so oft wie möglich in die berge fahre. zZ sind es hauptsächlich wandertouren, morgen ist die erste tour mit dem mountainbike geplant. in den ersten zwei wochen konnte man fast täglich im see schwimmen. leider spielt das wetter jetzt nicht mehr so mit und ich habe die kletterwand für mich entdeckt.

hier sind noch einige bilder vom letzten wochenende. anna war mich besuchen und wir sind zunächst auf den dent de jaman (der große "zahn" links im ersten foto) und danach auf den rochers de naye auf gut 2000m. nach zwei aufstiegen im nebel gabs für mich dann endlich mal einen rochers de naye mit blick auf das rhône-tal, den genfer see und die alpen.